Zum Ersten, zum Zweiten, hallo?



Der Ansturm auf die österreichischen Online-Auktionen hält sich in Grenzen, günstige Flugtickets, Computer und billige Autos sind die Hits.

Wer glaubt, über Online-Auktionen seinen Keller gewinnbringend leerräumen zu können, täuscht sich. Viele der bei den österreichischen Online-Auktionshäusern angebotenen Produkte bleiben bei den Verkäufern, nur selten findet sich ein Bieter, noch seltener werden rasante Preissteigerungen erzielt." Es stimmt, wenn wir nicht gerade massiv Promotion machen, flacht der Verkehr ab", beklagt die Geschäftsführerin der yline-Auktionsseite, Carin Grablner, mangelnde Beteiligung. Mit den in letzter Zeit selbst angebotenen Schnäppchen wie Notebooks zum halben Einkaufspreis wäre man allerdings sehr erfolgreich gewesen, ob damit Gewinne erzielt wurden, oder ob kräftig draufgezahlt wurde, sei von Produkt zu Produkt verschieden gewesen. Michael Fridz, Geschäftsführer von one2sold.at, ist mit der österreichischen Entwicklung recht zufrieden. "Letzte Woche haben wir 41 Prozent der angebotenen Produkte versteigert." Allerdings mit der Einschränkung, dass ein großer Teil der erfolgreichen Umsätze von den gewerblichen Anbietern stammt, die ihre Produkte großteils unter dem Listenpreis verkaufen. Große Gewinne verspricht Fried seinen Kunden deshalb nicht, aber: "Zusätzliche Umsätze ohne Aufwand, einen tollen Marketingeffekt und neue Möglichkeiten zur Preisfindung." Vor allem Flugtickets gingen fast zu 100 Prozent weg, oft auch Urlaube in Form von Lastminute Reisen sowie noch nicht im Laden erhältliche Ware erzielte hohe Preise.

Teurer Ramsch?

Wenig Chancen geben beide Unternehmen jenen, die versuchen, ihren alten Ramsch möglichst teuer loszuwerden. Viele angebotene Produkte könnte man im Geschäft ums Eck mindestens genauso günstig bekommen, da bleiben Bieter aus. Bei Spox.at kennt man das Problem: "Wenn wir ein überteuertes Angebot sehen, versuchen wir den Verkäufer zu überzeugen, einen fairen Preis zu verlangen. Das erhöht seine Erfolgsaussichten." Etwas mehr Mut seitens der Verkäufer wäre durchaus gefragt. Grabner ist überzeugt, dass die Verkäufer trotzdem auf ihre Kosten kommen: "Ein Teilnehmer wollte seinen Laptop versteigern und hat versehentlich den Rufpreis mit einem Euro festgelegt. Als er den Fehler bemerkte, rief er uns an und bat um Korrektur", erinnert sie sich. "Allerdings konnten wir seiner Bitte aufgrund unserer Geschäftsbedingungen nicht nachkommen, nachträgliche Preiskorrekturen sind ausgeschlossen. Es stellte sich aber heraus, dass aufgrund des regen Interesses an dem Schnäppchen ohnehin ein höherer Preis als erwartet erzielt wurde."


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